{"id":149,"date":"2020-01-17T10:57:45","date_gmt":"2020-01-17T09:57:45","guid":{"rendered":"http:\/\/hosting.itz.fak13.lmu.de\/filmimpuls\/?p=149"},"modified":"2020-01-17T11:10:39","modified_gmt":"2020-01-17T10:10:39","slug":"mittelmeer-und-plastikflut","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hosting.itz.fak13.lmu.de\/filmimpuls\/2020\/01\/17\/mittelmeer-und-plastikflut\/","title":{"rendered":"Mittelmeer und Plastikflut"},"content":{"rendered":"\n<h4>Eine Kunstinstallation von Vivi Kara, Lilian Karr und Coco Klausen<\/h4>\n\n\n\n<h5>am 25.-26.01.2019 von 18-22 Uhr im Pixel | Eintritt frei! <\/h5>\n\n\n\n<p>Das Mittelmeer als Sehnsuchtsort: Sonnige Urlaubstage am Strand, Tauchg\u00e4nge in Unterwasserwelten, lange Abende in lebendigen K\u00fcstenorten und das Erleben verschiedener Kulturen locken Menschen seit jeher in den mediterranen Raum. Doch das Mittelmeer ist ein bedrohtes Gew\u00e4sser: Plastikm\u00fcll und Giftstoffe machen es zur Todeszone f\u00fcr das Unterwasserleben. Leergefischte Regionen und (Mikro-)Plastik als Klimakiller: Die Traumkulisse ist gleichzeitig Massengrab \u2013 aus der Natursch\u00f6nheit wird eine Unterwasserw\u00fcste. Anhand von recycelten Materialien unternimmt die Kunstinstallation den Versuch, zwischen diesen Widerspr\u00fcchen und Gegens\u00e4tzen zu vermitteln. Das Mittelmeer sollte kein Ort passiver Betrachtung sein.<\/p>\n\n\n\n<h2>Meerwert <\/h2>\n\n\n\n<h5>Ein Interview mit Vivi Kara, Lilian Karr und Coco Klausen von Ruth Konrad und Paulina Kutschka<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><em><strong>Schon als sich die Planung der Zusammenarbeit zwischen uns Studierenden der LMU und der Filmstadt noch in den Kinderschuhen befand, habt ihr euch dazu entschieden eigenh\u00e4ndig ein Kunstprojekt auf die Beine zu stellen. Was fasziniert euch an der medialen Form der Kunstinstallation?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Da unser Studiengang sehr theoretisch ist, hat es uns gereizt, die Thematik Mittelmeer mal von der anderen Seite zu betrachten. Da wir sonst die k\u00fcnstlerischen Darstellungen nur analysieren, haben wir uns \u00fcberlegt, ein Experiment zu wagen und unser theoretisches Wissen und unsere Grundlagen umzupolen. Dieses Verst\u00e4ndnis und dem anderen Blickwinkel wollten wir uns an den Prozess der k\u00fcnstlerischen Entwicklung heranwagen. F\u00fcr uns war es besonders spannend, dass uns das Studium nun die M\u00f6glichkeit bietet, auf vielf\u00e4ltige Weise mit der Thematik auseinanderzusetzen und eine andere Formsprache entwickeln zu k\u00f6nnen. Also, unser theoretisches Wissen ins k\u00fcnstlerische Projekt umzupolen und dabei beides zu kombinieren. Denn man darf nicht vergessen, dass unser Studiengang auch die Medienkultur beinhaltet und es so viele unterschiedliche Ausdrucksweisen gibt.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Was k\u00f6nnt ihr uns schon \u00fcber die Kunstinstallation verraten?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Zu viel wollen wir noch nicht verraten. Was wir schon sagen k\u00f6nnen ist, dass wir die enorme Verschmutzung des Mittelmeeres thematisieren. Wir versuchen mit unserer Installation das Bewusstsein f\u00fcr die vorherrschende Situation in den Weltmeeren, vor allem im Mittelmeer, zu schaffen. Wir haben uns bem\u00fcht, dass alle Materialien, die wir nutzen, ausschlie\u00dflich recycelte sind oder recycelte werden. Wir wollen in keinem Fall durch die Installation neuen Plastikm\u00fcll produzieren. Das war vor allem auch mit Hilfe des Treibguts, quasi einem \u201eSecond-Hand-K\u00fcnstlerbedarf\u201c im Kreativquartier m\u00f6glich, in dem wir den Gro\u00dfteil der Materialen f\u00fcr die Ausstellungen geholt haben. Au\u00dferdem l\u00e4sst sich verraten, dass unser Projekt die verschiedenen Sinne ansprechen soll. Sowohl visuell als auch auditiv. Aber auch die olfaktorischen und gustatorischen Reize kommen nicht zu kurz \u2013 denn im Pixel wird es auch eine Bar geben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Im Studium der Film- und Medienkultur Forschung lernen wir viel \u00fcber die Techniken mit denen Kunst interpretiert werden kann, doch selten haben wir Ber\u00fchrung mit dem tats\u00e4chlichen Prozess der Entwicklung. Wie war das f\u00fcr euch? Wie seid ihr an die Sache rangegangen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Nat\u00fcrlich lag es nicht so fern, eines der Themen, die einem sofort in den Kopf schie\u00dfen, wenn man an das Mittelmeer denkt, aufzugreifen. Das Thema Meeresverschmutzung sowie die Gefl\u00fcchtetenthematik ist zurzeit eine der ersten Assoziationen mit dem Mittelmeer. Wir haben uns daf\u00fcr entschieden, dass man mit einer Kunstinstallation recht gut auf die Meeresverschmutzung aufmerksam machen kann und durch unser theoretisches Wissen hinsichtlich der Kunstvermittlung und ihrer Wirkung die M\u00f6glichkeit nutzen wollen, dies im Kontext der Tagung umzusetzen. Wir sind ziemlich spontan und inspirativ an das Projekt rangegangen. Dadurch dass wir drei bei der Idee sehr schnell und gut zusammengearbeitet haben und zum Gl\u00fcck visuell recht \u00e4hnliche Vorstellungen und W\u00fcnsche hatten, war schnell klar, in welche Richtung wir gehen wollen und das Projekt hat sich dann relativ gut umsetzen lassen. Besonders konkret ist es dann bei unserem Besuch im Treibgut geworden, da wir vor allem von der Idee des Recycelns von K\u00fcnstlermaterialien begeistert waren. Denn die Kunst, die oft auf gesellschaftliche Missst\u00e4nde aufmerksam machen soll und an die Menschen und ihren Umgang mit diesen appelliert, hat einen enormen Ressourcenverbrauch zu verzeichnen. Durch die recht einzigartige M\u00f6glichkeit, diese Materialien zu recyceln, l\u00e4sst sich die Idee einer Installation zur Verm\u00fcllung der Meere quasi ohne schlechtes Gewissen umsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Aufgabe war auch eure kreative Arbeit mit einem wissenschaftlichen Hintergrund zu verkn\u00fcpfen. Wie gut sind Kunst und Wissenschaft aus dieser f\u00fcr euch neuen Perspektive der Kunstschaffenden vereinbar?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Wir w\u00fcrden sagen, das kommt sehr darauf an, was man will. Der wissenschaftliche Hintergrund und die Analyseweisen spielen f\u00fcr einen wirklichen Kunstschaffenden keine gro\u00dfe Rolle. F\u00fcr uns war das Projekt besonders spannend, weil wir beide Blickwinkel haben \u2013 den theoretischen und den k\u00fcnstlerischen. Da wir aus beiden Perspektiven arbeiten, hatten wir w\u00e4hrend der praktischen Herangehensweise immer auch die theoretischen Aspekte im Hinterkopf. Da wir ja begleitend auch unsere wissenschaftlichen Arbeiten \u00fcber die Kunstrezeption und die Legitimation und Wirkungsweisen von Kunst schreiben, war es f\u00fcr uns interessant, ein wahrscheinlich etwas anderes Kunstprojekt zu schaffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Kunstinstallation von Vivi Kara, Lilian Karr und Coco Klausen am 25.-26.01.2019 von 18-22 Uhr im Pixel | Eintritt frei! Das Mittelmeer als Sehnsuchtsort: Sonnige Urlaubstage am Strand, Tauchg\u00e4nge in Unterwasserwelten, lange Abende in lebendigen K\u00fcstenorten und das Erleben verschiedener Kulturen locken Menschen seit jeher in den mediterranen Raum. 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